Heute geht es auf Kosten der Organisation ILANZ nach Wellington, der Hauptstadt des Inselstaates. Wir haben dort ein Treffen mit allen Assistenten, auf dem wir uns austauschen koennen und vor allem wichtige Aenderungen in unserem Programm besprechen muessen.
Die Regierung von John Key hat naemlich unseren Status hier geaendert, wir sind nicht mehr Lehrer, sondern Angestellte der Schule, muessen also Steuern zaehlen und haben nur 4 Wochen Ferien! Da das natuerlich nicht akzeptabel ist habe ich Massnahmen getroffen. Leider fliegen wir nach Wellington, ich muss also meine neuerworbene AK-47 hier lassen und bin auf die Glock 7 (bekannt aus Stirb Langsam) zurueckgreifen, weil die Porzelanwaffen im Scanner nicht erkannt werden!
Yippie Ka yeeh!
Friday, March 27, 2009
Auckland and its villages
Gestern hatte ich mein Auto in der Werkstatt und wurde von einer Lehrerin in die Stadt mitgenommen. Die letzten 5km bin ich dann nach Hause gelaufen und konnte so unterwegs die netten kleinen Laeden begutachten. Ich habe Schokoriegel in einem 'Dairy' (grosser Kiosk, oder 'Bude' wo man auch Lebensmittel, Telefonkarten, Stadtplaene und Zigaretten kaufen kann) gekauft, war in einem iranischen Geschaeft, in dem man von Wasserpfeife ueber 10kg Reissaecke bis zu allerlei getrocknetem Tee alles kaufen kann. Frischen Fisch gab es in einer Fischhandlung in Mount Eden Village.
Hier und da ein paar Dollers ausgeben und dafuer kleine Kostbarkeiten erstehen hat einfach Charme!
Hier und da ein paar Dollers ausgeben und dafuer kleine Kostbarkeiten erstehen hat einfach Charme!
the bottom never meets the top
Ein Relikt der Maori-Kultur ist, dass man in Neuseeland nicht auf den Tischen sitzt oder sich daran anlehnt, was man in einem deutschen Klassenraum, als laessiger Geschichtslehrer ja schon mal macht.
Monday, March 23, 2009
the fellowship of the ring
Ich erwaehnte ja schon kurz das Wochenende mit dem Tangariro Crossing. Wie sagt man so schoen, es war herausfordernd fuer mich. Auch wenn ich echt mit vielem klar komme und auch nicht alles auf mich beziehe, bin ich schon sehr sensibel fuer Stimmungsschwankungen und habe gerne einen geschuetzen Platz in der Gruppe. Dieses WE hat mir viel ueber unsere Gruppe und meinen Platz darin gezeigt.
Der Nationalitaetenbindung missfaellt mir ja etwas, aber ich merke schon, dass ich der einzige Germane hier bin und eben kaum Franzoesisch und Spanisch spreche. Die anderen sind viel schneller einer Meinung, haben aehnliche Geschmaecker, einigen sich in Spanisch und dann ist es schnell 1 gegen 7. Wenn ich dann mal auf meiner Meinung bestehe ("dieser Weg ist kuerzer, weil die Karte weniger Kilometer angibt") heisst es schnell mal "Stop being so German". Manchmal moegen sie meine deutsche Art aber auch, wenn die Emails schoen uebersichtlich sind, oder niemand sonst Salz und Zucker mitgebracht hat.. ;-)
Na ja und vielleicht bin ich auch etwas exotisch, ich mag Autos und Seen, Berge, Sport und indisches Essen und ab und zu brauche ich auch einfach mal etwas Zeit fuer mich.
Vor der Wanderung hatten wir uns darauf geeinigt, dass jeder sein eigenes Tempo geht und nicht auf andere warten muss. Ok, im Nachhinein schaeme ich mich etwas und bereue, dass ich nach 5 Stunden und 20 Minuten am Parkplatz war und dann 3 Stunden auf die anderen gewartet habe... Die hatten noch Spass bei einem Sidewalk, den sie zwar erst nicht machen wollten, der dann aber doch zu nett aussah.
Ich glaube nicht, dass der Fellowship zerbrochen ist, vielleicht ist er sogar staerker geworden. Ich habe intensiver die Fehler und Macken von uns allen gespuert und werde einfach mehr fuer die Gruppe beten und zusehen, dass meine Verbindung nach oben stimmt. Danke Chris fuer den Input.
Im A-Team meinten die Spanier sei ich Hannibal und der jammert ja nicht, wenn er einen bloeden Ring ins Feuer schmeissen soll...
Der Nationalitaetenbindung missfaellt mir ja etwas, aber ich merke schon, dass ich der einzige Germane hier bin und eben kaum Franzoesisch und Spanisch spreche. Die anderen sind viel schneller einer Meinung, haben aehnliche Geschmaecker, einigen sich in Spanisch und dann ist es schnell 1 gegen 7. Wenn ich dann mal auf meiner Meinung bestehe ("dieser Weg ist kuerzer, weil die Karte weniger Kilometer angibt") heisst es schnell mal "Stop being so German". Manchmal moegen sie meine deutsche Art aber auch, wenn die Emails schoen uebersichtlich sind, oder niemand sonst Salz und Zucker mitgebracht hat.. ;-)
Na ja und vielleicht bin ich auch etwas exotisch, ich mag Autos und Seen, Berge, Sport und indisches Essen und ab und zu brauche ich auch einfach mal etwas Zeit fuer mich.
Vor der Wanderung hatten wir uns darauf geeinigt, dass jeder sein eigenes Tempo geht und nicht auf andere warten muss. Ok, im Nachhinein schaeme ich mich etwas und bereue, dass ich nach 5 Stunden und 20 Minuten am Parkplatz war und dann 3 Stunden auf die anderen gewartet habe... Die hatten noch Spass bei einem Sidewalk, den sie zwar erst nicht machen wollten, der dann aber doch zu nett aussah.
Ich glaube nicht, dass der Fellowship zerbrochen ist, vielleicht ist er sogar staerker geworden. Ich habe intensiver die Fehler und Macken von uns allen gespuert und werde einfach mehr fuer die Gruppe beten und zusehen, dass meine Verbindung nach oben stimmt. Danke Chris fuer den Input.
Im A-Team meinten die Spanier sei ich Hannibal und der jammert ja nicht, wenn er einen bloeden Ring ins Feuer schmeissen soll...
Jean Alesi
Letzten Freitag nachmittag sind wir von Auckland aus ins suedliche Hinterland aufgebrochen, um das Tangario-Crossing zu wandern. Das ist ein Tagestrip in alpinem Gelaende. Wir waren zu acht und fuhren mit 2 Autos, da ich den Weg halb kannte fuhr ich vorne weg und der Franzose folgte mir. Sein Mitsubishi Lancer ist wesentlich neuer und auch staerker motorisiert als mein alter Mazda, aber irgendwie konnte er das Gaspedal nicht finden, obwohl bei Automatik-Fahrzeugen ja nur eine 50:50 Chance besteht. Auf der Geraden kam er manchmal an das Speedlimit von 100 km/h ran, nur die Kurven erwiesen sich als tueckisch.
An dieser Stelle ein kleiner Einschub fuer Chris, Rudi, Thomas, Soeren, Papa, Timon und andere Querfahrer: diese Kurven hier sind geil! Klar der Belag ist offen porig wegen des Regens, aber sie machen sogar in untermotorisierten Japsen Spass UND auf den Schotterpisten kann man mit der Handbremse den Fahrspass noch erhoehen (wenn man alleine im Fahrzeug eine SMS schreibt)
Leider haben die Spanier und Franzoen schnell gemerkt, dass Kurven eine Leidenschaft von mir sind und schon habe ich das Image des Ralleyfahrers bekommen und es hilft kein noch so langsames Schleichen oder Argumentieren, dass ich im Rahmen des Gesetzes (des Staates und der Graviation) geblieben bin.
Doch zurueck zu Jean Alesi: Am naechsten Morgen war er wie ausgewechselt, fuhr permanent 10 km/h zu schnell und hatte wohl auch Gefallen an den Rundungen des Weges gefunden...
Der Trick: Er fuhr vor und ich hinterher. Nein, keine Lichthupe und auch kein Lasso!
Er ist vollstaendig rehabilitiert.
An dieser Stelle ein kleiner Einschub fuer Chris, Rudi, Thomas, Soeren, Papa, Timon und andere Querfahrer: diese Kurven hier sind geil! Klar der Belag ist offen porig wegen des Regens, aber sie machen sogar in untermotorisierten Japsen Spass UND auf den Schotterpisten kann man mit der Handbremse den Fahrspass noch erhoehen (wenn man alleine im Fahrzeug eine SMS schreibt)
Leider haben die Spanier und Franzoen schnell gemerkt, dass Kurven eine Leidenschaft von mir sind und schon habe ich das Image des Ralleyfahrers bekommen und es hilft kein noch so langsames Schleichen oder Argumentieren, dass ich im Rahmen des Gesetzes (des Staates und der Graviation) geblieben bin.
Doch zurueck zu Jean Alesi: Am naechsten Morgen war er wie ausgewechselt, fuhr permanent 10 km/h zu schnell und hatte wohl auch Gefallen an den Rundungen des Weges gefunden...
Der Trick: Er fuhr vor und ich hinterher. Nein, keine Lichthupe und auch kein Lasso!
Er ist vollstaendig rehabilitiert.
Friday, March 20, 2009
environmental responsibility
...gibt es hier eher nicht.
Allerdings wurden schicke Recycle Tonnen mit blauem Deckel aufgestellt und eine Schule prahlt mit Altpapier-, Styropor- und Verpackungskontainern, sowie einem Komposthaufen.
Jeden Morgen und nachmittag wird froehlich fossiler Brennstoff aus den Auspueffen der Fahrzeuge ausgestossen, um eine Person von A nach B zu bringen. Hausisolation kennt man eher aus deutschen Maerchen, wo die Verliesse in den Ritterburgen mehr Waerme speicherten als die Holzhuetten hier.
Ich vermute, wenn man die ganzen Plastiktueten, die man im Supermarkt umsonst aufgezwungen bekommt, nebeneinander legt und drei Schichten ueber einanderlegt kann man am Ende eines Jahres nach Australien laufen ohne nasse Fuesse zu bekommen.
Um nicht wie ein selbstgerechter Deutscher daherzukommen, der eine Fahrgemeinschaft mit einem spritverneinenden Turbodiesel mit 3 anderen Lehrern bildet, den Muell trennt und sein Niedrigenergiehaus letztes Jahr mit Solarkollektoren ausgestattet hat, hier ein paar Erklaerungen:
1. Das Erbe Grossbritanniens (keine weiteren Kommentare)
2. Eine isolierte Insel
- den Neuseelaendern geht es sehr gut, sie hoeren kaum Weltnachrichten, bis auf das Ozonloch ueber ihnen wissen sie wenig ueber die Leiden der Welt und die scheinen sie auch nicht soviel anzugehen.
Allerdings wurden schicke Recycle Tonnen mit blauem Deckel aufgestellt und eine Schule prahlt mit Altpapier-, Styropor- und Verpackungskontainern, sowie einem Komposthaufen.
Jeden Morgen und nachmittag wird froehlich fossiler Brennstoff aus den Auspueffen der Fahrzeuge ausgestossen, um eine Person von A nach B zu bringen. Hausisolation kennt man eher aus deutschen Maerchen, wo die Verliesse in den Ritterburgen mehr Waerme speicherten als die Holzhuetten hier.
Ich vermute, wenn man die ganzen Plastiktueten, die man im Supermarkt umsonst aufgezwungen bekommt, nebeneinander legt und drei Schichten ueber einanderlegt kann man am Ende eines Jahres nach Australien laufen ohne nasse Fuesse zu bekommen.
Um nicht wie ein selbstgerechter Deutscher daherzukommen, der eine Fahrgemeinschaft mit einem spritverneinenden Turbodiesel mit 3 anderen Lehrern bildet, den Muell trennt und sein Niedrigenergiehaus letztes Jahr mit Solarkollektoren ausgestattet hat, hier ein paar Erklaerungen:
1. Das Erbe Grossbritanniens (keine weiteren Kommentare)
2. Eine isolierte Insel
- den Neuseelaendern geht es sehr gut, sie hoeren kaum Weltnachrichten, bis auf das Ozonloch ueber ihnen wissen sie wenig ueber die Leiden der Welt und die scheinen sie auch nicht soviel anzugehen.
all down under?
Landeskunde mit Onkel Daniel, na wie klingt das? Einige von meinen geschaetzen Kontakten in Deutschland dachten bis vor einigen Wochen noch, dass ich in Australien bin. Ich will nun wirklich nicht darauf rumreiten, was fuer ein faux pas das ist, diese beiden Laender zu verwechseln oder gar andere Vergleiche wie Deutschland und Holland oder Kanada und die USA bemuehen.
Dennoch fuehle ich mich verpflichtet euch kurz hineinzunehmen in die Kultur Ozeaniens.
Kiwis oder Aussies?
Rugby:
Die Guten sind die 'All Blacks', die Boesen die 'Wallebies'
Cricket:
die wahren Gentlemen auf dem Platz sind die 'Black Cats' und die rueden Klopper sind die 'Aussies' - haben noch nicht mal einen richtigen Spitznamen.
Jargon
In Neuseeland bekommt man staendig sms mit 'hey mate, sweet as...', der nicht ganz nuechterne Australier auf der Party letztens meine staendig, ' Ey man, ey dude...'
Gemeinsamkeiten gibt es vermutlich wenn es im Sport gegen England geht ;-)
Dennoch fuehle ich mich verpflichtet euch kurz hineinzunehmen in die Kultur Ozeaniens.
Kiwis oder Aussies?
Rugby:
Die Guten sind die 'All Blacks', die Boesen die 'Wallebies'
Cricket:
die wahren Gentlemen auf dem Platz sind die 'Black Cats' und die rueden Klopper sind die 'Aussies' - haben noch nicht mal einen richtigen Spitznamen.
Jargon
In Neuseeland bekommt man staendig sms mit 'hey mate, sweet as...', der nicht ganz nuechterne Australier auf der Party letztens meine staendig, ' Ey man, ey dude...'
Gemeinsamkeiten gibt es vermutlich wenn es im Sport gegen England geht ;-)
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